Pater Isfrid Kayser (1712 - 1771)
Wohl der bekannteste oberschwäbische Prämonstratensermönch ist P. Isfrid Kayser, der unter 10 Opusnummern immerhin rund 100 Werke (Messen, Offertorien, Psalmen, Motetten) im Druck erscheinen ließ - so viel, wie kein anderer oberschwäbischer Komponist. Er wurde 1712 in Türkheim bei Mindelheim geboren und lebte seit 1732 bis zu seinem Tod 1771 im Kloster Marchtal. Der Textdichter seiner Kantaten war meistens sein Mitbruder P. Sebastian Sailer, der neben seinen geschliffenen lateinischen Dichtungen ja auch köstliche Späße in schwäbischem Dialekt hinterließ. Im ,,Catalogus mortuorum" des Klosters Marchtal hieß es denn auch: „Wenn Sailers Verse sich in Kaysers Töne mengten und durch das Ohr zum Herzen drängten.. “